An der Delegiertenversammlung vom Freitag, 8. Mai 2026, in Greppen haben die Delegierten des Gemeindeverbandes LuzernPlus zentrale Entscheide für die zukünftige Entwicklung der Region und des Verbandes gefällt. Mit Gisela Widmer Reichlin wurde eine neue Präsidentin gewählt. Weiter im Zentrum stand die Weiterentwicklung der regionalen Kulturförderung, die Jahresrechnung 2025 sowie der Geschäftsbericht 2025.
Die aktuell höchste Luzernerin, Kantonsratspräsidentin Gisela Widmer Reichlin, wird neue Präsidentin des Gemeindeverbands LuzernPlus. Die Wahl vollzogen die Delegierten der 21 Mitgliedsgemeinden anlässlich der Delegiertenversammlung vom Freitag, 8. Mai 2026 in Greppen. Die Adligenswilerin ist noch bis Juni Präsidentin des Luzerner Kantonsrats und übernimmt das LuzernPlus-Präsidium per 1. Juni 2026. Die ausgebildete Primar-, Berufs- und Mittelschullehrerin sowie Familienfrau engagiert sich seit 2013 leidenschaftlich in der Politik. Als Gemeinderätin von Adligenswil ist sie seit 2019 verantwortlich für Bau-, Umwelt- und Sicherheitsthemen und im Kantonsrat bringt sie sich seit 2022 fokussiert in den Themen Bildung, Kultur und Finanzen ein.
Die Wahl wurde notwendig, nachdem André Bachmann seinen Rücktritt als Präsident per Mai 2026 angekündigt hatte. Der Luzerner war zehn Jahre Vorstandsmitglied und leitete die Geschicke des Verbands seit 2020. Er führte LuzernPlus unter anderem durch zwei Strategieperioden und prägte den Verband in einer Phase der Weiterentwicklung und Reorganisation. In der Versammlung wurde sein langjähriges Engagement für die regionale Zusammenarbeit entsprechend gewürdigt.
Mehr Mittel für die regionale Kulturförderung
Neben der Präsidiumswahl hat die Delegiertenversammlung einen wichtigen Entscheid in der regionalen Kulturförderung getroffen. Hintergrund sind steigende Gesuchszahlen und höhere Projektbudgets, welche zu einer strukturellen Finanzierungslücke in der Projektförderung geführt haben. In einem zweijährigen Prozess hat LuzernPlus unter breiter Mitwirkung der Mitgliedsgemeinden mehrere Finanzierungsmodelle geprüft.
Die Delegierten sprachen sich nach ausführlicher Diskussion für eine solidarische Weiterentwicklung der Projektförderung aus. Dieser Grundsatzentscheid zugunsten der regionalen Kulturförderung entspricht den Zielsetzungen der Verbandsstrategie und ist ein grosses Zeichen der Wertschätzung für die Kulturschaffenden. Die solidarische Finanzierung der Kulturförderung wird mit dem erhöhten Pro-Kopfbeitrag ab 2027 nachhaltig gesichert.
Jahresrechnung und Geschäftsbericht genehmigt
Die Delegierten genehmigten zudem die Jahresrechnung 2025 von LuzernPlus und nahmen den Geschäftsbericht 2025 zustimmend zur Kenntnis. Das vergangene Jahr war geprägt von vielfältigen Projekten und einer intensiven Zusammenarbeit in den Bereichen Raumentwicklung, Mobilität, Kultur- und Sportförderung. Gleichzeitig wurde im Jahr 2025 die neue Strategie 2026 bis 2029 erarbeitet und verabschiedet. Der Gemeindeverband LuzernPlus ist personell und organisatorisch bestens positioniert, seine strategischen Ziele für einen attraktiven und erfolgreichen Lebens- und Wirtschaftsraum erfolgreich umzusetzen.
Die Ersatzwahl erfolgt anlässlich der nächsten Delegiertenversammlung vom November 2026. Bis dahin besteht der Vorstand aus Gisela Widmer Reichlin (Präsidentin, Adligenswil), Ruedi Amrein (Vizepräsident, Malters), Korintha Bärtsch (Luzern), Maurus Frey (Kriens), Gisela Künzli-Huber (Udligenswil) und Samuel Wicki (Root).
Mit Bernhard Büchler wurde weiter auch ein Delegierter verabschiedet. Der Rothenburger Gemeindepräsident tritt nach 15 Jahren per Ende August 2026 von seinem Exekutivamt zurück. Auch ihm wurde sein langjähriger Einsatz für die Region LuzernPlus verdankt.