Vernehmlassung kantonaler Richtplan
Im Rahmen der Vernehmlassung zur Gesamtrevision des kantonalen Richtplans hat LuzernPlus 2025 die regionalen Anliegen der Verbandsgemeinden gebündelt und koordiniert eingebracht. Auf Basis einer Regionalkonferenz mit den Gemeinden reichte der Gemeindeverband eine umfassende Stellungnahme mit 60 konkreten Eingaben ein und stärkte damit die regionale Perspektive im kantonalen Planungsprozess. Für LuzernPlus war es die umfassendste Stellungnahme 2025.

Im Berichtsjahr 2025 hat sich LuzernPlus intensiv in die Vernehmlassung zur Gesamtrevision des kantonalen Richtplans eingebracht. Ziel war es, die Interessen der Verbandsgemeinden frühzeitig, koordiniert und mit einer klaren regionalen Perspektive in den kantonalen Prozess einzubringen.
Als Grundlage für die regionale Meinungsbildung organisierte LuzernPlus im November 2025 eine Regionalkonferenz Raumentwicklung und Mobilität. An diesem Anlass wurden die Gemeinden über den Stand und den neuen Aufbau des Richtplans informiert und in einem Workshop gezielt eingeladen, Auswirkungen, offene Fragen und kritische Punkte aus kommunaler und regionaler Sicht zu diskutieren. Der Fokus lag dabei auf zentralen Themen wie Siedlungsentwicklung, Mobilität, Landschaft sowie Energie und Ver- und Entsorgung.
Die Rückmeldungen aus der Regionalkonferenz fielen vielfältig und substanziell aus. Sie zeigten unter anderem auf, dass der Richtplan trotz inhaltlicher Straffung teilweise strategisch bleibt, wichtige Fragen der Wachstumslenkung offenlässt und in einzelnen Bereichen unklare Zuständigkeiten oder fehlende Aussagen zur Finanzierung bestehen. Insbesondere in den Themenfeldern öffentlicher Verkehr, motorisierter Individualverkehr sowie bei neuen regionalen Instrumenten wurde zusätzlicher Klärungsbedarf identifiziert.
60 Rückmeldungen auf 17 Seiten
Auf dieser Basis hat LuzernPlus die Rückmeldungen der Gemeinden konsolidiert und in eine umfassende Stellungnahme überführt. In der Vernehmlassung reichte der Gemeindeverband auf rund 17 Seiten insgesamt 60 konkrete Eingaben, Hinweise und Anträge ein. Diese reichten von grundsätzlichen strategischen Anliegen bis zu präzisen Ergänzungs- und Präzisierungsanträgen in einzelnen Richtplankapiteln.
Mit diesem Vorgehen nahm LuzernPlus seine Rolle als Koordinations- und Interessenvertretungsplattform der Region wahr. Die strukturierte Einbindung der Gemeinden stellte sicher, dass regionale Abhängigkeiten, Konfliktfelder und Chancen frühzeitig erkannt und gegenüber dem Kanton geschlossen vertreten wurden. Gleichzeitig wurde eine gemeinsame regionale Haltung gestärkt, die auch für die weiteren anstehenden Prozesse – etwa im Agglomerationsprogramm oder im Programm Gesamtmobilität – eine wichtige Grundlage bildet.