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Überdeckung A2 LuzernSüd: Infrastruktur als Chance für die Raumentwicklung

Mit der Überdeckung der A2 LuzernSüd wird ein zentrales Infrastrukturprojekt vorangetrieben, das Verkehr, Städtebau und Raumentwicklung im Agglomerationsraum Luzern zusammenführt. Im Jahr 2025 wurden wichtige planerische Grundlagen erarbeitet, während 2026 die nächsten Schritte zur Konkretisierung und Umsetzung vorbereitet werden.

Das räumliche Zielbild konnte Ende 2025 an mehreren öffentlichen Veranstaltungen studiert werden.

Die Überdeckung der Autobahn A2 im Raum LuzernSüd zählt zu den bedeutenden Infrastruktur- und Raumentwicklungsprojekten im Agglomerationsraum Luzern. Ziel des Projekts ist es, die bestehende Nationalstrasse nicht nur leistungsfähig zu halten, sondern sie auch stadträumlich besser in das umliegende Siedlungsgebiet zu integrieren, Lärm zu reduzieren und neue Grün- und Freiräume zu schaffen. Diese Zielsetzungen gewinnen im Zusammenhang mit dem prognostizierten Bevölkerungszuwachs und der zunehmenden Nachfrage nach städtischer Lebens- und Freiraumqualität weiter an Bedeutung.

Im Jahr 2025 standen die Planungen im Zeichen der Vertiefungs- und Machbarkeitsstudien. Bis Herbst 2025 wurden die städtebaulichen Vertiefungsstudien für die Schlüsselräume Luzernerstrasse/Grosshof, Arsenal/Südpol sowie Schlund/Horwerstrasse abgeschlossen und eine parallele Machbarkeitsstudie für den Abschnitt der A2 zwischen dem Anschluss Luzern-Kriens und dem Tunnel Schlund in Arbeit gebracht. Auf Basis dieser fachlichen Arbeiten wurde schrittweise ein Entwurf für ein räumliches Zielbild entwickelt, der Möglichkeiten zur Teilüberdeckung an mehreren Stellen aufzeigt.

Fachliche Grundlagen und räumliches Zielbild

Die Projektpartner – Bundesamt für Strassen ASTRA, Kanton Luzern, Stadt Kriens und LuzernPlus – haben dieses Zielbild mehrfach der Öffentlichkeit vorgestellt. Beim dritten Format «Blick in die Werkstatt» im September 2025 konnten Interessierte erstmals an einem Stadtmodell die angedachten Überdeckungen und die Integration der A2 in den Stadtraum Kriens studieren und Rückmeldungen an die Fachplaner geben. Dies stärkt die Transparenz und die Einbindung der Bevölkerung in den Planungsprozess.

Ein zentraler Punkt der bisherigen Arbeit war die Abstimmung zwischen funktionalen Zielen – etwa Erhalt der Verkehrsinfrastruktur und Lärmschutz – und städtebaulichen Anliegen der angrenzenden Quartiere. Die Planungen verfolgen einen schrittweisen Ansatz, bei dem drei Teilüberdeckungen als sinnvoller erachtet werden als eine durchgehende Enthaussung, um stadträumliche Qualitäten punktuell zu stärken.

Abstimmung zwischen Infrastruktur und Stadtraum

Für 2026 stehen die nächsten Arbeitsschritte an. Die Projektpartner klären im ersten Quartal 2026 gemeinsam die Rahmenbedingungen für eine mögliche Realisierung – darunter Fragen der Finanzierung, der organisatorischen Trägerschaft und des Zeitplans – und veröffentlichen dazu eine Massnahmenagenda als strategisches Umsetzungsinstrument. Diese soll die konkreten Schritte zur Erreichung des räumlichen Zielbilds festhalten und als Grundlage für Planungs- und Entscheidungsprozesse dienen. Zudem steht im ersten Quartal eine öffentliche Information im Rahmen einer Medienkonferenz an.

Ebenfalls wird geprüft, ob Synergien mit dem Gesamtprojekt Bypass Luzern genutzt werden können, um Effizienzgewinne in Planung und Umsetzung zu realisieren. Das Projekt wird allerdings unabhängig vom Gesamtprojekt Bypass erarbeitet. Das laufende Beschwerdeverfahren zur Plangenehmigung bleibt davon unberührt.

Für LuzernPlus steht das Projekt exemplarisch für die Rolle des Gemeindeverbands in vernetzenden und koordinierten Planungsprozessen: Als Teil der Projektpartnerschaft bringt LuzernPlus die regionalen Interessen ins Spiel, fördert den Austausch zwischen Gemeinden, Kanton und Bund und trägt dazu bei, planerische Grundlagen gemeinsam zu erarbeiten. Dies stärkt nicht nur die urbane Entwicklung in Kriens und LuzernSüd, sondern schafft auch Rahmenbedingungen für eine abgestimmte, raumverträgliche Mobilitäts- und Siedlungsentwicklung im Agglomerationsraum.

Mehr Informationen auf der Projektwebseite