für eine starke Region

Regelwerk

Mit dem Abschluss des Gesamtkonzepts Siedlung und Verkehr wurde ein wichtiger Meilenstein für die langfristige Entwicklung des Entwicklungsschwerpunkts (ESP) Rothenburg-Station erreicht. Aufbauend darauf wurde das Regelwerk ESP Rothenburg-Station erarbeitet, welches die strategischen Inhalte des Gesamtkonzepts in verbindliche Vorgaben überführt.

Das Regelwerk schafft die Grundlage für eine koordinierte, qualitätsvolle und verkehrsverträgliche Weiterentwicklung des Gebiets. Ziel ist es, den ESP Rothenburg-Station als modernen Arbeitsplatzstandort mit kantonaler Strahlkraft weiterzuentwickeln und gleichzeitig die vorhandene Verkehrsinfrastruktur nachhaltig zu entlasten.

Im Zentrum steht die konsequente Abstimmung von Siedlungs- und Verkehrsentwicklung. Vorgesehen sind insbesondere die Förderung des öffentlichen Verkehrs sowie des Fuss- und Veloverkehrs, eine qualitätsvolle Innenentwicklung und die gezielte Weiterentwicklung der unterschiedlichen Arbeitsplatzcluster. Ergänzend definiert das Regelwerk klare Vorgaben zur Nutzungsstruktur, zur räumlichen Entwicklung sowie zur Qualität von Siedlungs- und Freiräumen.

Ausgangslage

Der Entwicklungsschwerpunkt Rothenburg-Station zählt zu den bedeutendsten Arbeitsplatzgebieten der Region Luzern und verfügt über eine hervorragende Erschliessung durch Bahn und Strasse. Gleichzeitig steht das Gebiet unter hohem Entwicklungsdruck, während die Verkehrsinfrastruktur bereits heute stark ausgelastet ist.

Die zentrale Herausforderung besteht darin, die Weiterentwicklung des Standorts zu ermöglichen, ohne das Verkehrssystem zusätzlich zu belasten.

Erarbeitung des Regelwerks

Das Regelwerk wurde seit 2025 in einem mehrstufigen und partnerschaftlichen Prozess erarbeitet. Beteiligt waren die Gemeinden Rothenburg und Emmen, der Kanton Luzern, das Bundesamt für Strassen (ASTRA), der Verkehrsverbund Luzern (VVL), die Wirtschaftsförderung Luzern sowie LuzernPlus.

Grundlage für die Erarbeitung bildeten verschiedene Fachstudien – unter anderem zum öffentlichen Verkehr, zur Abstimmung von Verkehr und Nutzung sowie zum Wohnen im Bahnhofsgebiet. Begleitet wurde der Prozess durch ein externes Planerteam in enger Zusammenarbeit mit den beteiligten Partnern.

LuzernPlus übernimmt im Rahmen des Gebietsmanagements eine koordinierende und vermittelnde Rolle zwischen den beteiligten Akteuren und stellt sicher, dass die regionale Perspektive in die Entwicklung des ESP Rothenburg-Station einfliesst.

Verbindliche Leitplanken und Planungssicherheit

Das Regelwerk schafft klare und abgestimmte Rahmenbedingungen für die zukünftige Entwicklung des ESP Rothenburg-Station und erhöht die Planungssicherheit für Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer sowie Investoren. Die Grundzüge des Regelwerks werden im Zonenplan sowie im Bau- und Zonenreglement der Gemeinden festgelegt.

Im Fokus stehen insbesondere:

  • Abstimmung von Siedlung und Verkehr
  • Förderung des öffentlichen Verkehrs sowie des Fuss- und Veloverkehrs
  • Reduktion des Wachstums des motorisierten Individualverkehrs
  • Qualitative Weiterentwicklung der Arbeitsplatzcluster
  • Vorgaben zur Nutzungsstruktur und räumlichen Entwicklung
  • Qualität von Siedlungs- und Freiräumen

Nächste Schritte

Im April 2026 wurde das Regelwerk zuhanden der kantonalen Vorprüfung verabschiedet. Damit wurde der Übergang vom konzeptionellen in den formellen Prozess eingeleitet.

In den nächsten Schritten folgen die kantonale Vorprüfung, die öffentliche Auflage, die Beschlussfassung durch die Delegiertenversammlung von LuzernPlus sowie die Genehmigung durch den Regierungsrat. Ziel ist es, das Regelwerk im Jahr 2027 rechtskräftig festzusetzen.


Hinweis: Informationsveranstaltung

Am 30. April 2026 wurden Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer, Unternehmen sowie weitere Interessierte im Rahmen einer Informationsveranstaltung in Rothenburg über den aktuellen Stand des Regelwerks und das weitere Vorgehen informiert. Die Einbindung relevanter Akteure bildet einen zentralen Bestandteil des Prozesses.