Projekte
Gesellschaft und Gesundheit


Betreuungsgutscheine

Der Gemeindeverband LuzernPlus hat 2011 ein regionales Basismodell Betreuungsgutscheine geschaffen und während einer dreijährigen Pilotphase in der Region Luzern eingeführt. Das Modell Betreuungsgutscheine vereinheitlicht die Finanzierung von familienergänzenden Kinderbetreuungsangeboten. Es beschreibt die Zielsetzungen, legt minimale Anspruchsbedingungen für den Erhalt von Betreuungsgutscheinen fest und definiert einheitliche administrative Abläufe. Sowohl der Verband Luzerner Gemeinden wie auch die Dienststelle Soziales und Gesellschaft (DISG) des Kantons Luzern empfehlen die Übernahme des Modells.

Der Begriff Betreuungsgutscheine dient dabei als Synonym für ein Finanzierungsmodell. Die öffentliche Hand zahlt Unterstützungsbeiträge nicht an die Betreuungsinstitution aus (Objektfinanzierung), sondern direkt an die Eltern (Subjektfinanzierung). Die Eltern können somit das Betreuungsangebot frei wählen. Die Anspruchsberechtigung ist in der Regel an das Arbeitspensum und das steuerbare Einkommen gekoppelt. Damit wird die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zum zentralen Ziel und es ermöglicht die Definition der Anspruchsgruppe und der Anspruchsbedingungen.

Die Höhe des Gutscheinbetrags bestimmt jede Stadt oder Gemeinde aufgrund ihrer sozialpolitischen Zielsetzungen und der vorhandenen Finanzkraft selber. Ebenfalls bestimmt sie die Ausführungsdetails selber. Sinnvoll sind regional einheitliche Abläufe, damit der administrative Aufwand für die Betreuungsinstitutionen möglichst gering bleibt.

Das auf Freiwilligkeit beruhende Modell bewährt sich für Städte wie Luzern, Agglomerationsgemeinden wie Kriens und kleinere Gemeinden wie Root. Auch ländliche Subzentren wie Willisau haben das Modell übernommen. Anfang 2015 setzen im Kanton Luzern 11 Gemeinden Betreuungsgutscheine ein (Luzern, Kriens, Horw, Emmen, Root, Dierikon, Ebikon, Hochdorf, Willisau, Sursee, Oberkirch). Bereits heute planen weitere Gemeinden die Einführung. Die erwähnten Gemeinden decken zusammen über 50% der Luzerner Kantonsbevölkerung ab. Das Basismodell wird auch in anderen Kantonen mit zunehmendem Interesse wahrgenommen.

Informationen zur Weiterführung
LuzernPlus beendet die erfolgreiche Einführung des regionalen Betreuungsgutschein-Modells per Ende 2014. Damit das Wissen und die Erfahrungen weiter öffentlich zugänglich bleiben und fortlaufend den Entwicklungen angepasst werden, werden die Betreuungsgutscheine vom bisherigen Projektleiter Peter Hruza weitergeführt. Unter www.ph-beratung.ch finden sich das aktuelle Basismodell Betreuungsgutscheine sowie Abwicklungsempfehlungen. Die von LuzernPlus erarbeiteten Empfehlungen zu Tagesfamilienbetreuung, Nannybetreuung und Kindern mit speziellen Bedürfnissen finden sich unten. 

Ebenfalls auf Interesse ist das angepasste Modell „Betreuungsgutscheine vom Arbeitgeber“ gestossen, welches Arbeitgebenden erlaubt, ihr Fachpersonal bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie unbürokratisch zu unterstützen. Dieses Knowhow wird der Fachstelle UND Familien- und Erwerbsarbeit für Männer und Frauen übergeben. Informationen zur Fachstelle und den Betreuungsgutscheinen für Arbeitgebende finden sich unter www.und-online.ch.
Flyer Betreuungsgutscheine
Flyer Arbeit und Familie im Einklang – Betreuungsgutscheine vom Arbeitgeber

Abwicklungsempfehlungen:
- Tagesfamilienbetreuung
- Nannybetreuung
- Kinder mit besonderen Bedürfnissen


Gemeindeverband LuzernPlus | Riedmattstrasse 14 | 6031 Ebikon | Tel. 041 444 02 72 | info[at]luzernplus.ch